WILLI MUTH WIRD NEUER BÜRGERMEISTER IN MÜHLTAL

MÜHLTAL - Willi Muth ist neuer Bürgermeister von Mühltal. Der 62 Jahre alte Landwirtschaftsmeister und FDP-Kandidat setzte sich am Sonntag, 18. Februar, in der notwendig gewordenen Stichwahl mit einem Anteil von 50,4 Prozent knapp durch. Seine Konkurrentin, die 38 Jahre alte Katharina Ebert von den Sozialdemokraten erzielte 49,6 Prozent. In der Summe gerechet hatte Willi Muth einen Vorsprung von 51 Stimmen.

 

Die Wahlbeteiligung lag bei 52,7 Prozent. Beim ersten Wahlgang vor vier Wochen hatte sie noch bei 56,3 Prozent gelegen. Damals waren fünf Bewerber im Rennen gewesen. Neben Ebert und Muth waren dies Thomas Höscher (CDU), Falko-Holger Ostertag (Die Mühltaler) und Christoph Zwickler (Fuchs).

 

Es war ein regelrechter Wahlkrimi, der sich am Sonntag im Foyer des Mühltaler Bürgerhauses in Nieder-Ramstadt abspielte. Denn erst mit der Auszählung des letzten Wahlbezirks fiel die Entscheidung. Und dieser Bezirk war ausgerechnet Nieder-Beerbach, der Wohnort von Willi Muth, der dort seit vielen Jahren Ortsvorsteher ist. Bis dahin hatte die Sozialdemokratin Ebert knapp die Nase vorn gehabt. Gut 150 Zuschauer verfolgten die Übertragung auf Großleinwand.

 

Nieder-Beerbach ist das Zünglein an der Waage

 

Als um 18.21 Uhr das erste Wahlergebnis erschien, wurde es ganz still im Saal. 52,1 Prozent für Katharina Ebert, 47,9 Prozent für Willi Muth lautete das Ergebnis aus Frankenhausen. Damit begann das Kopf-an-Kopf-Rennen, das bis zuletzt einen leichten Vorsprung für Katharina Ebert auswies. Teilweise war es so still im Raum, dass man eine Stecknadel hätte fallen hören. "So ruhig war es schon lange nicht mehr", sagte Willi Muth und sorgte für Erheiterung. Die Anspannung war ihm anzusehen. Auch Katharina Ebert blickte einen Stehtisch weiter gebannt auf die Leinwand. Nach etwa der Hälfte der ausgezählten Wahlbezirke wurde ihr Vorsprung sogar noch etwas größer. 52,6 zu 47,4 lautete der Zwischenstand. Doch in den kommenden Minuten holte Muth wieder auf. "Das gibt es doch nicht, schon wieder ist Nieder-Beerbach zum Schluss dran", sagte ein Zuschauer. Beim ersten Wahlgang war der Ortsteil das Zünglein an der Waage gewesen und hatte Muth in die Stichwahl verholfen. Bange Minuten vergingen. Fast eine Viertelstunde verging - dann plötzlich Jubelschreie bei der FDP. Willi Muth hatte das Ruder herumgerissen. Er strahlte erleichtert. Zahlreiche Gratulanten umarmten und beglückwünschten ihn.

 

"Was für ein Krimi", sagte Muth und schüttelte freudestrahlend den Kopf. Er habe damit gerechnet, dass es knapp wird. "Aber es freut mich, dass ich diesmal Wahlbezirke in Traisa und Trautheim gewonnen habe". Dass Nieder-Beerbach das Zünglein an der Waage war, sei ebenfalls eine tolle Bestätigung. "Ich werde von meinem Ortsteil getragen."

 

Betretene Gesichter gab es bei der SPD. Auch Katharina Ebert stand die Enttäuschung ins Gesicht geschrieben. Doch sie nahm die Niederlage gefasst auf. "Mir war völlig klar, dass es knapp werden kann. Für jemanden von außerhalb ist es schwierig, gegen jemanden anzutreten, der so sehr in seinem Ort verwurzelt ist und so viel Erfahrung hat", sagte sie. Die schlechte Stimmung in Berlin habe sie sicher auch ein paar Stimmen gekostet, ist sie sicher. Nach ein paar Minuten lachte Ebert wieder. "Alles gut, ich bin noch jung", sagte sie. Es sei nicht auszuschließen, dass sie sich weiter kommunalpolitisch engagieren werde. Möglicherweise sogar in Mühltal.

 

 

Quelle: http://www.echo-online.de/lokales/darmstadt-dieburg/muehltal/willi-muth-wird-neuer-buergermeister-in-muehltal_18533122.htm

Autor: Sabine Eisenmann


Entscheidung zum Bürgermeisteramt in Mühltal fällt im Februar

Pressemitteilung der FDP Mühltal - Willi Muth (FDP) tritt in Stichwahl gegen SPD-Kandidatin an

 

Nach dem spannenden Wahlabend am 21. Januar 2018 gehen die beiden Favoriten um das Bürgermeisteramt am 18. Februar in die Stichwahl: Willi Muth von der FDP und die SPD-Kandidatin haben in einem engagierten Wahlkampf gezeigt, wofür sie stehen. Nun gilt es, die Wählerinnen und Wähler ein weiteres Mal um ihre Stimme zu bitten.

 

Willi Muth hat ein klares Ziel: Er will Mühltal für die Zukunft gut aufstellen. „Ich habe mich sehr über das große Vertrauen der Mühltaler Bürger gefreut. Die Spannung am Wahlabend war riesengroß. Im Kreise meiner Familie und meiner vielen Helferinnen und Helfer habe ich die entscheidenden Minuten erlebt. Danach war die Freude groß. Einen herzlichen Dank an alle, die mir ihr Vertrauen geschenkt haben. Am 18. Februar bitte ich sie noch einmal um ihre Stimme“, so Willi Muth.

 

 

Der Mühltaler führt seit vielen Jahren einen erfolgreichen Familienbetrieb. In diesem Jahr übernimmt sein Sohn Markus den Obsthof Muth in Nieder-Beerbach und die Verantwortung für die Mitarbeiter. „Ich kann mich voll und ganz auf das Bürgermeisteramt konzentrieren, weil ich weiß, dass der Betrieb in guten Händen ist“, freut sich der 62-Jährige.

 

Verwaltung kein Fremdwort für Muth

 

Unternehmerische Verantwortung geht bei Willi Muth mit seiner großen Erfahrung in der Verwaltung einher. Seit 17 Jahren ist er Ortsvorsteher in Nieder-Beerbach. Als Mitglied der Gemeindevertretung Mühltal beteiligt er sich seit all dieser Zeit aktiv an der Kommunalpolitik. Der Übergang in das Bürgermeisteramt wäre für Muth fließend – er kennt die Themen, die die Bürger bewegen. „Wir haben uns bei vielen wichtigen Themen eingebracht und im Sinne der Menschen vor Ort eingesetzt. Diese Kompetenz kann ich als künftiger Bürgermeister sehr gut nutzen“, erklärt Willi Muth.

 

Ein Leitbild für Mühltal

 

Großen Zuspruch für seine politischen Ziele hat Willi Muth während des Wahlkampfs erfahren. „Ich habe viele Gespräche mit den Bürgerinnen und Bürgern geführt und mir angehört, wo der Schuh drückt. Insgesamt habe ich den Eindruck bekommen, dass wir in der Entscheidungsfindung noch transparenter sein müssen und klar aussprechen, wie wir Mühltal in den kommenden Jahren weiterentwickeln wollen. Ich habe in diesem Zusammenhang den Begriff des Leitbildes eingebracht, das ich für Mühltal erarbeiten will. In diesem wird herausgearbeitet, vor welchen Herausforderungen wir als Gemeinde stehen und mit welchen Schritten wir hier konkret etwas tun können.“

Dies betreffe die Finanzen der Kommune sowie wichtige städtebauliche Entwicklungsschritte, genauso aber auch Themen wie Familie oder ganz konkret die Versorgung mit ausreichend Kitaplätzen. „Wir müssen Mühltal als Ganzes in den Blick nehmen, um wirklich nachhaltige Entscheidungen zu treffen. Ich möchte wegkommen von Einzelbeschlüssen, die die Sicht auf die langfristigen Konsequenzen vermissen lassen. Mühltal und seine Bürger haben diese Transparenz verdient.“

 

Gemeinsam mit seinem Team möchte Willi Muth die kommenden Wochen bis zur Stichwahl nutzen, um sich den Fragen und Wünschen der Bürger in den Ortsteilen zu stellen. Auf Anfrage stehe Muth für individuelle Besuche zur Verfügung. Außerdem bietet Muth Interessierten die Möglichkeit, an mehreren Informationsständen mit ihm ins Gespräch zu kommen. Die aktuellen Termine sind unter www.willimuth.de zu finden.

 

Frank Werthmann 

 

Quelle: Mühltalpost, Ausgabe Februar, http://www.muehltalpost.de/pdfs/2018/02_2018_MuehltalPost.pdf


Bürgermeister-Wahl in Mühltal

Foto: Guido Schieck
Foto: Guido Schieck

Von Sabine Eisenmann, Darmstädter Echo, 22. Januar 2018

 

MÜHLTAL - Bei der Bürgermeisterwahl in Mühltal hat sich im ersten Wahlgang am Sonntag keiner der fünf Bewerber durchgesetzt. Wer neuer Rathauschef der Gemeinde wird, entscheidet die Stichwahl am Sonntag, 18. Februar. Nach den Zahlen des vorläufigen amtlichen Endergebnisses treten dann Katharina Ebert (SPD) und Willi Muth (FDP) gegeneinander an. Die Sozialdemokratin aus Rodgau hatte zwar mit 34 Prozent der abgegebenen Stimmen im ersten Wahlgang deutlich die Nase vorn. Weil es aber fünf Kandidaten gab, gelang keinem der Bewerber ein Ergebnis über 50 Prozent. Deshalb müssen die beiden Kandidaten mit den meisten Stimmen nachsitzen.

 

Es war ein regelrechter Wahlkrimi, der sich im Foyer des Bürgerzentrums abspielte. Denn erst mit der Auszählung der beiden letzten Wahlbezirke stand fest, wer neben Ebert der zweite Kandidat für die Stichwahl sein wird. Zunächst sah es so aus, als ob der Christdemokrat Thomas Hölscher mit Ebert in die Stichwahl einziehen würde. Rund 150 Bürger verfolgten die Übertragung der Auszählung. 

 

Als um 18.20 Uhr das erste Ergebnis aus dem Wahlbezirk Nieder-Ramstadt (evangelisches Gemeindezentrum) auf Großleinwand übertragen wurde, ging ein Raunen durch den Raum. Mit 38,1 Prozent lag Ebert vorn vor Thomas Hölscher (32,7 Prozent), Christoph Zwickler von Fuchs (12,1), Willi Muth (11,9) und Falko-Holger Ostertag (5,2). Während Ebert ihre Führung behielt, holte Willi Muth nach und nach auf. Am stärksten war er in Waschenbach, Frankenhausen und in Nieder-Beerbach. Dort holte er 51,7 Prozent der Stimmen und überholte damit am Ende Hölscher, der insgesamt auf 22,4 Prozent der Stimmen kam. Für Muth lautete das Endergebnis 23,7 Prozent. Letztendlich trennten Muth und Hölscher 80 Stimmen.

 

Als das Endergebnis eingeblendet wurde, gab es Applaus. "Ich bin total überwältigt. Mit diesem Ergebnis habe ich nicht gerechnet", sagte Sozialdemokratin Katharina Ebert. Dass sie in die Stichwahl kommen würde, habe sie zwar schon gedacht. Doch sie sei von einem Kopf-an-Kopf-Rennen mit Thomas Hölscher ausgegangen. "Es ist nur ein Etappensieg. Jetzt muss weiter gepowert werden und ich werde wieder auf Hausbesuche setzen", sagte Ebert. Nicht viel sagen konnte Willi Muth. Überwältigt und strahlend nahm er Glückwünsche entgegen. "Ich freue mich einfach", sagte er. 

 

Dass der CDU-Kandidat Thomas Hölscher die Stichwahl - wenn auch knapp - verpasste, war für Vertreter aller Parteien eine Überraschung. Auch Hölscher verhehlte seine Enttäuschung nicht. Obwohl er, wie er dem ECHO sagte, mit relativ geringen Erwartungen angetreten sei. "Mir war schon bewusst, dass Willi Muth und ich dasselbe Klientel ansprechen. Es ist, wie es ist", sagte er. Sein Glück sei, dass er am Montag in seinen "richtig tollen Job" zurückkehren könne, der ihm großen Spaß mache. "Ich habe viel gelernt im Wahlkampf. Davon kann ich nur profitieren", sagte er. Innerhalb der Mühltaler CDU müsse man sich nun besprechen, vor allem, was eine Wahlempfehlung für die Stichwahl angehe.

 

Keine Rolle spielte der Kandidat der "Mühltaler", Falko-Holger Ostertag, der auf 5,9 Prozent kam. Mit ernster Mine verfolgte er die Auszählung. "Ich bin sprachlos. Aber: The Show must go on", sagte er sichtlich enttäuscht, aber mit einem Lächeln." Fuchs-Kandidat Christoph Zwickler wertete es als positiv, dass er mit 14 Prozent mehr Stimmenanteil bekommen hatte als die Fraktion "Fuchs" bei der Kommunalwahl. Er habe sich mehr ausgerechnet, räumte er ein. "Aber die Welt geht für mich nicht unter. Ich habe eine Alternative geboten, das war mein Ziel." 

 

Mit 56,3 Prozent lag die Wahlbeteiligung knapp über der von 2013 (54,2) Prozent.

 

Quelle: http://www.echo-online.de/lokales/darmstadt-dieburg/muehltal/buergermeister-wahl-in-muehltal_18467619.htm#13


Wir brauchen ein Leitbild.

Foto: Karl-Heinz Bärtl

 

WILLI MUTH Der Bürgermeisterkandidat der FDP engagiert sich seit vielen Jahren in der Mühltaler Kommunalpolitik.

 

MÜHLTAL - Willi Muth aus Nieder-Beerbach zählt zu den Bürgermeisterkandidaten in Mühltal, die Erfahrung als Kommunalpolitiker mitbringen. Für den 62 Jahre alten Nieder-Beerbacher Ortsvorsteher und Vorsitzenden der FDP-Fraktion im Mühltaler Gemeindeparlament ist es die dritte Kandidatur. Bei der vergangenen Bürgermeisterwahl im Jahr 2013 hatte er Astrid Mannes herausgefordert und 34,9 Prozent der Stimmen erhalten. 

 

Seit 2001 Ortsvorsteher in Nieder-Beerbach

 

„Dass ich wieder kandidiere, war für mich relativ klar“, sagt er im Gespräch mit dem ECHO. Mit einer Tasse Kaffee sitzt er entspannt in der großen Wohnküche. Seine Ehefrau Ingrid deckt den Tisch, Enkelkinder sind zu Besuch. Auf dem großen Obsthof in Nieder-Beerbach ist Muth aufgewachsen, seit fast 40 Jahren führt der gelernte Obstbauer den Betrieb. Sein 32 Jahre alter Sohn ist vor einigen Jahren ins Geschäft eingestiegen. „Der Betrieb läuft mittlerweile auch ohne mich“, sagt Willi Muth. Er kann deshalb kürzer treten – und hat Zeit, sich politisch stärker zu engagieren. 

 

„Das Amt des Bürgermeisters hat mich schon immer interessiert“, sagt Muth. „Ich bin offen, unterhalte mich mit den Leuten, höre zu. Ob man etwas richtig macht oder nicht, merkt man vor allem an der Reaktion der Bevölkerung“, sagt er.

 

Erfahrung hat er darin seit 1993. Seitdem ist er Mitglied des Nieder-Beerbacher Ortsbeirats, seit 2001 ist der 62-jährige Ortsvorsteher. Im Gemeindeparlament ist Muth seit 16 Jahren Mitglied. 

 

Es seien die vielen positiven Erfahrungen seit dieser Zeit, die für die Kandidatur ausschlaggebend waren, sagt er. Keine politische Bruchlandung, aber viele kleine Erfolge habe er erzielt. Ein neuer Bäcker in seinem Ortsteil nach langem Leerstand zum Beispiel. Die größte Herausforderung seien die Folgen des Erdbebens vor drei Jahren gewesen, das in Nieder-Beerbach viele Schäden verursacht hat. „Da war ich ununterbrochen sechs Wochen da für den Ort und konnte als Bindeglied zwischen Bevölkerung und Verwaltung vermitteln und helfen. Das alles hat mir gezeigt, dass man viel für die Bürger erreichen kann, wenn man sich auskennt“, sagt Muth. Denn: „Man darf die Ortsteile nicht vergessen.“ Nieder-Beerbach habe zum Beispiel ganz andere Probleme als Nieder-Ramstadt. Dennoch gelte es, den Blick auf die gesamte Gemeinde zu richten. „Was die Zukunftsplanung betrifft, fehlt mir das große Ganze. Wir stimmen im Gemeindeparlament über viele einzelne Maßnahmen ab. Was wir brauchen, ist ein Leitbild, eine integrative Stadtentwicklung“, sagt Muth. Bei allen Themen und Debatten stehe die Gemeinde im Vordergrund, nicht das eigene Ego, sagt Muth. Die Zerstrittenheit, die er im Mühltaler Gemeindeparlament ausgemacht hat, dürfe nicht zunehmen. „Ein Bürgermeister darf nicht noch mehr spalten“, sagt Muth. 

 

Mitglied in mehreren Vereinen

 

Als langjähriger Betriebsleiter habe er mit vielen unterschiedlichen Menschen zu tun. „Man muss motivieren können, aufeinander zugehen und schauen, dass die Leistung stimmt.“ 

 

Muth ist außerdem Vorsitzender des Hessischen Landesverbands Erwerbsobstbau und damit Ansprechpartner für das Landwirtschaftsministerium Hessen. Er ist im Vorstand des Bundesfachausschusses Obst und Gemüse. Außerdem ist er Vorsitzender der Jagdgenossenschaft Mühltal sowie Mitglied im Obst- und Gartenbauverein Nieder-Beerbach, dem Gewerbeverein, der Freiwilligen Feuerwehr sowie der AWO. Er hofft, dass er auch mit dieser Verwurzelung vor Ort bei den Wählern punkten kann.


FDP will Nachbesserung bei Wohnprojekt am Mühltaler Bahnhof

Auszug aus Darmstädter Echo vom 23.12.2017, Text von Echo-Redakteurin REBECCA kELLER

 

NIEDER-RAMSTADT - „Der Gemeinde Mühltal keinen guten Dienst erwiesen“ hätten CDU, Grüne und SPD, indem sie im November für die Weiterverfolgung des Bauprojekts „Integratives Wohnen am Gemeinschaftspark“ am Bahnhof Mühltal gestimmt hätten. Dies sagte Willi Muth (FDP) bei der Folgesitzung der Gemeindevertretung, der aus seinem Unmut über das Projekt keinen Hehl machte. Er erläuterte den Antrag seiner Fraktion, die bei den Bedingungen des Projekts nachgebessert haben will, „um Schaden von Mühltal abzuwenden“, so Muth.

 

Ursprünglich wollte die FDP das Eckpunktepapier, das die Gemeindeverwaltung mit den Vorhabenträgern Körbler und Bärens GbR vereinbart hatten, in fünf Punkten ergänzen. Eine Änderung des Eckpunktepapiers würde aber zur Folge haben, dass der Vorhabenträger den Zeitplan nicht einhalten könne. Darauf wies Dr. Dominik Dilcher von den Grünen in der Diskussion hin. Nach einer Sitzungsunterbrechung einigte man sich aber darauf, dass diese Punkte in den städtebaulichen Vertrag eingearbeitet werden sollen. Dazu erarbeitet die Gemeinde eine Vorlage. Zunächst sollen die fünf Punkte noch einmal im Umwelt-, Entwicklungs- und Bauausschuss beraten werden.

 

Die FDP will die Bauhöhe auf 8,70 Meter festlegen. Ein zweiter Punkt beinhaltet den Verzicht auf ein Klagerecht gegen Lärmbelästigung, damit etwa „der TSV auch in Zukunft nach 22 Uhr seine Veranstaltungen und Feste auf dem Sportgelände feiern kann“. Der dritte Punkt soll eine finanzielle Absicherung gewährleisten, indem der Investor rechtzeitig vor Verabschiedung des Bebauungsplans eine Finanzierungsbestätigung durch ein Finanzinstitut vorlege, „damit keine Bauruine entsteht“. In Punkt vier fordert die FDP eine „untersuchende Planung“ zum Verkehr in diesem Gebiet. Punkt fünf soll den Investor festlegen, die Kosten für den Bau eines Spielplatzes zu übernehmen und der Gemeinde einen Grundstücksanteil zu verkaufen, um 50 weitere Stellplätze für die Förderung des Öffentlichen Personennahverkehrs zu bauen.

 

Am 7. November hatte die Gemeindevertretung einen Grundsatzbeschluss gefasst, das Wohnprojekt am Bahnhof weiterzuverfolgen. Das Eckpunktepapier gibt in 15 Punkten den Rahmen für die Umsetzung vor. Es enthält auch sogenannte „Meilensteine“ mit Fristen. Der nächste terminiert die Finalisierung des Vorhabenerschließungsplans sowie einen Entwurf des vorhabenbezogenen Bebauungsplans durch den Vorhabenträger auf den 29. Dezember.

 

„Wir sind voll im Plan“, sagt Rainer Bärens auf ECHO-Nachfrage. Der Träger werde fristgerecht die Pläne liefern. Um die Punkte des FDP-Antrags wolle er sich „kümmern, wenn es soweit ist“. Es müsse sich ja erst einmal eine Mehrheit dafür finden, so Bärens. Ihr integratives Wohnprojekt wollen die Investoren, die das Gelände am Bahnhof vor knapp zwei Jahren erworben haben, mit zwölf Sozialwohnungen und 22 Einheiten für bezahlbaren Wohnraum für insgesamt 190 Personen realisieren.