Interview mit Willi Muth

 

Herr Muth, die erste Frage ist natürlich: Warum treten Sie als Bürgermeisterkandidat an?

 

Willi Muth: Es sind die vielen positiven Erfahrungen, die ich in den letzten Jahren in der Mühltaler Politik erfahren habe. Ich möchte Ihnen ein Beispiel nennen. Wir hatten ja in Nieder-Beerbach das für unsere Region außerordentlich schwere Erdbeben, das viele Schäden verursacht hat. Hier konnte ich als Bindeglied zwischen Bevölkerung und Verwaltung vieles erreichen. Ich war Ansprechpartner und Organisator für Informationsveranstaltungen und konnte gute Tipps zur Schadensabwicklung für betroffene Hauseigentümergeben. Später habe ich dann eine Forschungsarbeit begleitet. Das alles hat mir gezeigt, dass man viel für die Bürger erreichen kann, wenn man sich auskennt. Und dass es auch  mir einfach Freude bereitet, andere unterstützen zu können. 

 

Sie sagen, dass man sich auskennen muss, um etwas zu erreichen. Welche Erfahrungen haben Sie in der Kommunalpolitik?

 

Ich bin in Mühltal verwurzelt und seit langem kommunalpolitisch und in anderen Funktionen in und für Mühltal tätig. Seit 24 Jahren gehöre ich dem Ortsbeirat Nieder-Beerbach an, seit 2001 als Ortsvorsteher. Der Gemeindevertretung Mühltal gehöre ich seit 16 Jahren an und habe dort als Vorsitzender des Umwelt-, Entwicklungs- und Bauausschusses, Fraktionsvorsitzender und Mitglied in Arbeitskreisen aktiv an der Weiterentwicklung unserer Gemeinde mitgearbeitet. Dadurch kenne ich mich in der kommunalpolitischen Situation sehr gut aus.

 

In der Presse wird oft abwertend von den sogenannten Mühltaler Verhältnissen gesprochen, dass zu langsam entschieden werde. Wie haben Sie das erlebt?

 

Der Politik wird ja immer vorgeworfen, zu langsam Entscheidungen zu treffen. Das trifft sicher auf viele einfache Themen zu. Ich muss jedoch ehrlich sagen, dass manche Entscheidungen mir sogar zu schnell gefällt werden und wir nachher den Schlamassel haben. Ein Parlament mit inzwischen 7 Gruppierungen ist eben kein Ruck-Zuck-Betrieb, wo einer die Richtung vorgibt und alle folgen. Viele unserer Themen sind so komplex, dass man sich die Zeit nehmen muss, alle Aspekte auf den Tisch zu bringen und diese dann unvoreingenommen zu bewerten, ob sie für Mühltal gut sind oder nicht.  Neue Baugebiete z.B. prägen unseren Ort über Jahrzehnte. Da ist es dann schon gut, wenn vorher gründlich nachgedacht wird. Besonders wichtig ist mir, analog zur Führung eines gutlaufenden Betriebs, dass ein Leitbild für die Zukunftsplanung Mühltals erarbeitet wird. Ich meine damit, dass  im Dialog von Verwaltung, Bürgern und Kommunalpolitik erarbeitet wird, wie unsere Gemeinde in Zukunft aussehen soll. Damit wäre Mühltal wieder in der Lage, proaktiv zu handeln, statt nur auf lange bekannte oder überraschend auftretende Probleme zu reagieren.

 

Sie haben eben die Führung in einem gutlaufenden Betreib erwähnt. Als Bürgermeister sind Sie vor allem auch Chef der Verwaltung. Welche Erfahrungen bringen Sie dafür mit?

 

Ich leite seit über 35 Jahre einen selbstständigen mittelständischen Betrieb mit zeitweilig über zehn Mitarbeitern. In der heutigen Zeit kann man einen Betreib nur erfolgreich führen, wenn ein klares Leitbild vorliegt, die Finanzplanung stimmt und man die Mitarbeiter führen und motivieren kann. Auch der faire Umgang mit durchaus auch kritischen Kunden ist wichtig. Und nicht zu vergessen die vielfältigen Kontakte zu Behörden und Ämtern in Mühltal und darüber hinaus. Mein Betreib ist  wirtschaftlich erfolgreich, also scheint mir das Zusammenspiel Aller im Unternehmen ganz gut gelungen zu sein.  So wie ich den Betreib von meinem Vater übernommen habe, wird ihn in Kürze mein Sohn Markus Muth mit seiner Familie weiterführen. Es ist ein gutes Gefühl, wenn der Betrieb, der mir sehr am Herzen liegt, nahtlos und dann noch innerhalb der Familie weitergeführt werden werden kann 

 

Gibt es weitere Gebiete, in denen Sie aktiv sind?

 

Für die Bürger oft nicht sichtbar engagiere ich mich in verschiedenen Vereinen, Verbänden und Genossenschaften und agiere auch dort als Vermittler zwischen Amt, Gemeinde und Berufskollegen. So bin ich Vorsitzender des Hessischen Landesverbands Erwerbsobstbau und damit Ansprechpartner für das Landwirtschaftsministerium Hessen sowie Deutschland, wo ich Mitglied im Vorstand des Bundesfachausschusses Obst und Gemüse bin. Örtlich bin ich als Vorsitzender der Jagdgenossenschaft Mühltal sowie als Mitglied im Obst- und Gartenbauverein Nieder-Beerbach, dem Gewerbeverein Mühltal, der FFW Ndr.-Beerbach sowie der AWO Mühltal tätig.

 

Ich bedanke mich für das Gespräch.

 

Die Fragen stellte Frank Werthmann 


Warum trete ich als Bürgermeisterkandidat an?

Ich bin in Mühltal verwurzelt und seit langem kommunalpolitisch und in anderen Funktionen in und für Mühltal tätig. Seit 24 Jahren gehöre ich dem Ortsbeirat Nieder-Beerbach an, seit 2001 bin ich Ortsvorsteher. Auch der Gemeindevertretung Mühltal gehöre ich schon seit 16 Jahren an und habe dort als Vorsitzender des Umwelt-, Entwicklungs- und Bauausschusses, stellvertretender Gemeindeparlamentsvorsteher, Fraktionsvorsitzender und Mitglied in Arbeitskreisen aktiv an der Weiterentwicklung unserer Gemeinde mitgearbeitet.

 

Durch meine langjährige Tätigkeit kenne ich mich in der kommunalpolitischen Situation sehr gut aus. Eine besondere Herausforderung war das schwere Erdbeben in Nieder-Beerbach, wo ich als Bindeglied zwischen Bevölkerung und Verwaltung als Ansprechpartner und Organisator für Informationsveranstaltungen agierte, Forschungsarbeiten begleitete und Tipps zur Schadensabwicklung für betroffene Hauseigentümer gab.

 

Über die Jahre habe ich viel Erfahrung darin gesammelt, andere Positionen kennenzulernen, zu reflektieren und zu durchdenken, sowie gemeinsame Optionen aufzuzeigen oder Kompromisse zu finden. Diese Einstellung des Hörens auf andere Ideen, Abwägen der Vor- und Nachteile sowie Auswirkungen, Einbringung eigener Aspekte und Suchen nach einer gemeinsamen Lösung bringe ich ebenfalls in eine Tätigkeit als Bürgermeister für alle Bürger Mühltals ein.

 

Unabhängig von der Kommunalpolitik leite ich seit über 35 Jahre einen selbstständigen mittelständischen Betrieb mit über zehn Mitarbeitern. Daraus erwarb ich neben der langjährigen Erfahrung in der Finanz- und Zukunftsplanung für den Betrieb, der Motivation und Führung von Mitarbeitern sowie dem direkten Umgang mit (auch kritischen) Kunden insbesondere auch umfangreiche Erfahrung im Umgang mit Ämtern, Behörden und Verwaltungen in Mühltal und darüber hinaus. Demnächst steht hier der Generationswechsel an, wenn mein Sohn Markus Muth den Betrieb weiterführen wird.

 

Für die Bürger oft nicht sichtbar engagiere ich mich in verschiedenen Vereinen, Verbänden und Genossenschaften und agiere auch dort als Vermittler zwischen Amt, Gemeinde und Berufskollegen. So bin ich als Vorsitzender des Hessischen Landesverbands Erwerbsobstbau sowie als Mitglied im Fachausschuss des Bundesausschusses Obst und Gemüse auch Ansprechpartner für das Land- sowie Bundeswirtschaftsministerium.

 

Örtlich bin ich insbesondere als Vorsitzender der Jagdgenossenschaft Mühltal sowie als Mitglied im Obst- und Gartenbauverein Nieder-Beerbach, der Interessengemeinschaft BfN – Bürger für Nieder-Beerbach, dem Gewerbeverein Mühltal sowie der AWO Mühltal tätig.

 

Besonders wichtig ist mir, analog zur Führung eines gutlaufenden Betriebs, dass das auf Antrag der FDP-Fraktion in der Gemeindevertretung beschlossene Leitbild für die Zukunftsplanung Mühltals erarbeitet wird:

Im Dialog zwischen Verwaltung, Bürgern und Kommunalpolitik. Mit einem Leitbild könnte Mühltal wieder für die Zukunft planen und proaktiv handeln, statt nur auf lange bekannte oder überraschend auftretende Probleme zu reagieren.

 

 

Ihr Willi Muth